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  Inhaltsverzeichnis:

-> Einleitung
-> Der Unternehmer
-> Die Mitarbeiter
-> Das Produkt
-> Der Kunde
-> Der Gewinn

 
 
Mit gesundem Menschenverstand zum Unternehmenserfolg

 
 
Erfolgreiche Mittelständler führen ihren Erfolg nicht auf irgendwelche betriebswirtschaftlichen Theorien, sondern auf den Einsatz ihres gesunden Menschenverstandes zurück.
Unternehmer mit gesundem Menschenverstand wissen, dass die Unternehmensführung zwar hart, aber einfach ist oder wie der amerikanische Erfolgsunternehmer Jack Welch in seinem Buch „Business is simple“ feststellt: „Die Komplexität der Unternehmensführung wird immer überschätzt. Das ist keine Raketenwissenschaft.“
Was der gesunde Menschenverstand bei der Unternehmensführung bedeutet, beschäftigt Karl Niehues seit mehr als 30 Jahren in der täglichen Arbeit als Wirtschaftsprüfer, Steuerberater und unternehmerischer Beirat sowie im Rahmen von Veröffentlichungen, Vorträgen und Seminaren.
Unternehmer mit gesundem Menschenverstand konzentrieren sich auf das Wesentliche im Unternehmen: Die Alleinverantwortung des Unternehmers, den effektiven Einsatz der Mitarbeiter, die Marktfähigkeit des Produktes, die Kauf- und Zahlungsbereitschaft der Kunden sowie vor allen Dingen die Gewinnerzielung.
Die zwingend notwendigen Grundbausteine eines erfolgreichen Betriebes lassen sich wie folgt in einem Satz festhalten:
Ein Unternehmer muss – eventuell erweitert um Mitarbeiter –
ein Produkt an Kunden verkaufen mit ausreichendem Gewinn.
Karl Niehues hat diese einfache Struktur in der nachstehenden Grafik dargestellt.
 
   
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Der Unternehmer

Erfolgreiche Unternehmer mit gesundem Menschenverstand sind optimistische Realisten, die ein zwiespältiges Verhältnis zum Risiko haben. Sie wissen, welche Risiken man eingehen darf und welche man sich nicht leisten kann, weil es die Firma ruiniert, wenn der Risikofall eintritt.
Unternehmer mit gesundem Menschenverstand haben die Einsicht, dass sie selbst die Probleme lösen müssen. Sie machen für unternehmerische Schwierigkeiten nicht Banken, Mitarbeiter oder Kunden verantwortlich.

Erfolgstipp:
Selbstständiger Unternehmer sein heißt: Selbst und ständig.


 
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Die Mitarbeiter

Mit Mitarbeitern kann der Unternehmer mehr und größere Produkte anbieten sowie mehr und größere Kunden bedienen. Ob er auch höhere Gewinne erzielt, ist ungewiss.
Unternehmer mit gesundem Menschenverstand sind Vorbild für ihre Mitarbeiter und haben einen „straffen“ Führungsstil. Sie erkennen die Stärken der Mitarbeiter und setzen sie entsprechend ein. Sie wissen, dass die Schwächen von Mitarbeitern nur selten behebbar sind. Von Mitarbeitern, die ihre Aufgaben nicht erfüllen können, trennen sie sich rechtzeitig und machen sie nicht für Probleme des Unternehmens verantwortlich.
Unternehmer mit gesundem Menschenverstand hören nicht auf Motivationsgurus. Wenn Mitarbeiter nur die Arbeiten erledigen, die ihnen Spaß machen, steht jeder Betrieb in kürzester Zeit still.

Erfolgstipp:
Immer daran denken: Mitarbeiter werden arbeitslos, Unternehmer gehen pleite.


 
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Das Produkt

Unternehmer mit gesundem Menschenverstand wissen, dass das Angebot eines marktfähigen Produktes die entscheidende Leistung eines Unternehmers ist, bei der ihm andere kaum helfen können. Marktfähig bedeutet: Mit den Verkaufserlösen des Produktes lassen sich die betrieblichen Kosten decken, es können Reserven gebildet werden und es bleibt genug Geld übrig, um privat davon leben zu können.
Unternehmer mit gesundem Menschenverstand beschäftigen sich überwiegend mit dem Produkt vor Ort (Management by walking around) und weniger mit Bürotätigkeiten. Was Unternehmer mit gesundem Menschenverstand von Businessplänen halten, ist Veröffentlichungen über die reichsten Deutschen, den Gebrüdern Albrecht, zu entnehmen. Es wird als uneffektiv angesehen, im alten Jahr Zeit und Kosten zu vergeuden, um Budgets zu erstellen, und im neuen Jahr noch mehr Geld auszugeben, um die Abweichungen zu klären.

Erfolgstipp:
Produkte verkaufen bringt Geld, Businesspläne erstellen kostet Geld.


 
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Der Kunde

Die einfache, aber schwer zu lösende Frage ist: Wie bekomme ich Kunden, wie behalte ich sie und wie bezahlen sie.
Unternehmer mit gesundem Menschenverstand haben erkannt, dass es keine Patentrezepte für die Anwerbung von Kunden gibt. Sie sind keine Marketingspezialisten im Lehrbuchsinn, wie Untersuchungen bei erfolgreichen Mittelständlern ergeben haben. Die Kunden kommen, weil das Produkt einmalig ist oder das Preis-Leistungs-Verhältnis stimmt. Die Kunden bleiben, weil sie dem Unternehmer, seinen Produkten sowie Mitarbeitern vertrauen und mit der Zusammenarbeit zufrieden sind. Die kostenlose Mund-zu-Mund-Propaganda sorgt für einen stetigen Zuwachs.
Vor allem aber wissen Unternehmer mit gesundem Menschenverstand, dass nicht der Umsatz laut Rechnung, sondern der Geldeingang entscheidend ist. Ein Kreditversicherer wirbt nicht umsonst damit: „Es ist zehnmal einfacher, Umsatz zu machen, als sein Geld zu erhalten.“

Erfolgstipp:
Der beste Kunde ist der schlechte Kunde, mit dem man keine Geschäfte macht.


 
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Der Gewinn

Spätestens nach den Pleiten am Neuen Markt müsste der größte betriebswirtschaftliche Irrtum allen bekannt sein. Finanzielle Mittel sind für den unternehmerischen Erfolg von geringer Bedeutung. Auch viel Geld verhindert die Pleite nicht, wenn das Unternehmen Löcher hat. Bereits im Lied vom „Loch im Eimer“ heißt es nicht, „dann füll es“, sondern „dann stopf es“. Deshalb bekämpfen Unternehmer mit gesundem Menschenverstand betriebliche Probleme nicht mit der Zufuhr neuer finanzieller Mittel, sondern sie schließen die Verlustquellen.
Unternehmer mit gesundem Menschenverstand glauben auch nicht sogenannten Finanz- und Steuerexperten, wonach Zinsen und Leasingraten vorteilhaft sind, weil sie die Steuerlast mindern. Sie wissen, dass das Motto: Große Schulden, anderer Leute Sorgen nur für Manager in Großunternehmen gilt. Dem Mittelständler bereiten in der Krise bereits kleine Schulden große Sorgen.
Für die unternehmerische Pleite gibt es nur einen Grund: Es wird nicht genug Gewinn erzielt, um die Privatausgaben zu decken. Um dieses zu überwachen brauchen Unternehmer mit gesundem Menschenverstand keine komplizierten und teuren Controlling-Instrumente. Sie nutzen die billigste und schnellste Informationsquelle: Den täglichen Blick auf den Kontostand bei der Bank.

Erfolgstipp:
Gewinn ist nicht alles, aber ohne Gewinn ist alles nichts.


 
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